MERAN


Juli 2019

Benvenuti a Merano! Oder eher: Griasdi! Obwohl Meran im Südtirol und damit in Italien liegt, wird hier deutlich mehr Deutsch als Italienisch gesprochen. Meran liegt umgeben von Alpen - ganz in derNähe der Dolomiten - und ist vor allem für seine Therme und die eindrucksvollen Gebäude bekannt. Der schöne Sissi-Weg entlang des Flusses lädt zum Spazieren und Verweilen ein. DiebotanischenGärtenvon Schloss Trauttmansdorff haben wir noch nicht besucht, darauf freue ich mich jedoch sehr.

Meran ist äusserst vielseitig und genau das fasziniert mich an dieser Stadt. Wunderschön gelegen und von Luzern aus in rund 4.5 Stunden reiner Fahrzeit erreichbar (Tipp: Zwischenhalt am malerischen Walensee einlegen!) bietet der Kurort viele Möglichkeiten: Flanieren, Aperölen, Einkaufen, Verweilen, Wandern, Biken, kulinarisch verwöhnen lassen und natürlich auch Ausspannen. Ausspannen lässt es sich besonders gut in den Thermen, welche sehr zentral gelegen sind. Die Anlage ist beeindruckend ausgestattet und hat 25 kleinere und grössere Becken. Da wir im Hotel Meran - einem für unsere Verhältnisse absoluten Luxushotel - untergebracht sind, haben wir unterirdischen Zugang zu den Thermen. Unser Hotel bietet aber ebenso eine traumhafte Wellnessoase mit diversen Pools (der Infinity Pool auf der Dachterasse mit toller Aussicht über Meran ist mein persönliches Highlight!), Saunaanlagen, Dampfbädern und tolle Liegemöglichkeiten. Hier lässt es sich wunderbar entspannen und die Seele baumeln. Genau das, was ich jetzt brauchen kann! Da wir beide das süsse Nichtstun zwar gniessen, aber grundsätzlich aktive Menschen sind, haben wir auch den Fitnessbereich ausprobiert und auch dieser überzeugt. Die schmackhaften Früchte zwischendurch und der wirklich gute Kaffee haben den Entspannungstag perfekt abgerundet. Halt, da war doch noch was... Ah ja, das unglaublich leckere Essen! Das Frühstücksbuffet lässt keine Wünsche offen und verwöhnt Körper und Geist. Das mitgebuchte Abendessen lässt sich ebenfalls sehen! Aus einer grossen Auswahl darf der Gast sich sein Menü selbst zusammenstellen, bei uns sah das in etwa so aus: Rinds Tatar nach Art des Küchenchefs zur Vorspeise, Wolfsbarschfilet vom Rost auf Sauté von Zucchini und Shiitake-Pilzen sowie Filetsteak mit Rotwein-Glace und Sommertrüffel begleitet von einem Kartoffel-Soufflé zum Hauptgang und zum Dessert allerlei süsse Köstlichkeiten vom Buffet. Es klingt nicht nur fantastisch, es ist ein echter Gaumenschmaus! Ein Glas Merlot dazu - perfekt! Mein Herz macht wahre Freudensprünge bei all diesen Leckerbissen ;)

Natürlich sind bei uns nicht nur Wellnessen und Mampfen angesagt, sondern auch sportliche Aktivitäten. Da das Wetter morgen wieder besser werden soll, werden wir uns etwas in die Höhe begeben und die hoffentlich grandiose Aussicht geniessen. Ich freu mich und bin überzeugt, dass wir auch morgen einen tollen Tag in und um Meran erleben werden. A presto oder eben auf südtirolerisch: Pfiati!

Und schon sind die wunderbaren Tage in Meran vorbei... Jetzt sitzen wir im Auto, während wir durch den Vereinatunnel rattern. Wollt ihr wissen, wiewirdieletztenzweiTageinMeranundUmgebungverbrachthaben? Falls ja, schaltet beim Lesen bitte auch euer Kopfkino an, es lohnt sich! Na, dann mal los...

Das Südtirol hat unglaublich viele tolle Wanderwege zu bieten. Dementsprechend recherchierten wir einige Zeit, welche Tour es denn sein sollte. Unsere Wahl fiel auf den Vellauer Felsenweg, welcher - wie der Name schon sagt - in Vellau startet und mit rund 3.5 Stunden angegeben ist. Zuerst geht es ziemlich steil bergauf, schon bald kann man aber die atemberaubende Aussicht über Meran und das ganze Etschtal geniessen. Der gleichnamige Fluss Etsch schlängelt sich regelrecht durch die Alpenlandschaft und glitzert dank der Sonne wunderschön. Nach der ersten steilen Passage führt der Weg entlang der Felswand, was nur Schwindelfreien empfohlen wird. Bei schwülem Sommerwetter läuft das Wasser nicht nur die kleinen Wasserfälle hinab, sondern auch am Körper ;) Das Bergrestaurant Hochmuth lädt zur willkommenen Pause ein und beim Luft holen geniesst man den klaren Blick ins Tal.

Anschliessend geht es nochmals steile Treppen hoch, bis man dann den höchsten Punkt auf 1‘530 m ü. M. erreicht. Die Leiter Alm liegt wunderschön gelegen und bietet ebenfalls eine tolle Aussicht. Hier beginnt auch bereits wieder der Abstieg, welcher teilweise ziemlich steil über Stock und Stein führt. Unterwegs kann man immer wieder die Landschaft geniessen und die herrliche Alpenluft sorgt für neue Energie. Zurück im kleinen Vellau loht sich ein Blick in die schöne Kirche. Über die kurvige Strasse geht es zurück nach Meran, wo wir uns wieder den gemütlichen Seiten der Ferien gewidmet haben: Planschen im Sky Pool auf der Dachterrasse, Schwitzen in der Sauna, Abkühlen im Eisbecken und Runterfahren im Ruheraum. Das wiederum superleckere Abendessen hatten wir uns mehr als verdient und so liessen wir den sportlichen und dennoch entspannenden Tag mit guten Freundinnen-Gesprächen ausklingen. 

Am letzten Vormittag wollten wir Meran nochmals so richtig auskosten. Nach dem tollen Frühstück ging‘s auf eine Bummeltour durch die Altstadt. Besonders die gut ausgestatteten Sportläden haben uns begeistert und so sind wir nun auch für neue (Wander-)Abenteuer bestens gerüstet. Natürlich fand Frau auch das eine oder andere Schöne für die weitere Garderobe :) Als letztes Highlight stand der Besuch der Gärten von Schloss Trauttmansdorf auf dem Programm. Obwohl uns dies mehrfach empfohlen wurde, waren wir von der Grösse und Vielfalt beeindruckt. Farbige Blüten und beruhigende Grünpflanzen soweit das Auge reicht! Da die Zeit leider etwas knapp wurde, entschieden wir uns für die Rundewege „Wasser- und Terrassengärten“, „Landschaften des Südtirols“ sowie „Sonnengärten“. Jeder Teil des Gartens hat seine Besonderheit und man kann von Sonnenblumenfeldern über Seerosenteiche und Palmenwälder alles entdecken und bestaunen. Nimmt man den leicht schweisstreibenden Aufstieg zum „Matteo Thun‘scher Gucker“ unter die Füsse, dann wird man mit einer atemberaubenden Aussicht über das ganze Areal und Meran belohnt. Herrlich!

Unser Zeitmanagement liess leider keine weiteren Spaziergänge zu und so machten wir uns auf den Rückweg Richtung Heimat. Die Fahrt durchs malerische Vinschgau weiter über den Ofenpass und schlussendlich durch die Innerschweiz gefiel uns beiden. Als leidenschaftliche Autofahrerin genoss ich die mal mehr und mal weniger kurvenreiche Fahrt und die wunderschöne Aussicht über Berge, Seen und weite Landschaften. Pünktlich auf die Minute kamen wir in Sursee an und Eve konnte ihrer beruflichen Verpflichtung nachgehen - phuu!

Die Erholung wird hoffentlich noch etwas anhalten, die Erinnerungen werden uns jedoch sicher ewig bleiben! Die entspannte Atmosphäre, das erstklassige Hotel, die herausfordernden und belohnenden Wanderungen und die wunderschöne Landschaft inmitten der Alpen lassen einen träumen und ausspannen. Wir waren bestimmt nicht zum letzten Mal in Meran, so viel ist klar! Die Bloggerin geniesst nun die weiteren Ferientage Zuhause und in den Schweizer Bergen und meldet sich spätestens für ihre grosse Reise Ende Oktober zurück. Macht‘s gut ihr Lieben!