Wie soll man eine einmonatige Reise mit insgesamt 5'852.6 km durch Westaustralien in wenigen Sätzen
beschreiben, wenn man so unglaublich viel erleben und unzählige wunderschöne Orte entdecken durfte? Ich versuche es mal mit einer Zusammenfassung: Meine Reise begann für mich bereits im Kopf,
spätestens als ich die Route plante. Was mich wohl erwarten würde? Hatte ich die grossen Distanzen richtig eingeschätzt? Würde ich mit den heissen Temperaturen und teils wilden Tieren umgehen
können? Beherrsche ich den Linksverkehr? Als ich mich am Flughafen von Beni verabschiedete, verschwand die Nervosität sowie der Stress der vorhergegangenen Wochen und die Vorfreude stieg ins
Unermessliche. Nach gut 26 Stunden unterwegs kam ich in Perth an. Nach zwei Tagen in Mandurah, dem (neuen) Zuhause von Meli und Simon, starteten wir unseren Roadtrip am 1. Februar. Unser Büssli
Mike hatte bereits 360'000 km auf dem Buckel, dennoch war er uns stets ein treuer Wegbegleiter. In der ersten Woche standen viele Ausflüge auf dem Programm wie das atemberaubende Skydiven in
Jurien Bay, das unvergessliche Schnorcheln mit den Seelöwen in Green Head und der traumhafte Flug über die Abrolhos Islands. Zusätzlich erkundeten wir die eindrücklichen Pinnacles im Nambung
National Park, fuhren zum idyllischen Ellendale Pool, bestaunten den Pink Lake, schwitzten im Kalbarri National Park, schauten uns diverse War Mamorial an und genossen die schönen Strände in
Jurien Bay, Sandy Cape, Geraldton und Kalbarri. Nicht zu vergessen die kurzen Zwischenstopps bei den Aussichtspunkten Rock Islands und Natural Bridge. In der zweiten Woche gings zu den uralten
und wunderschönen Stromatoliten in Hamelin Pool. Danach fuhren wir via Denham nach Monkey Mia, wo wir einen unglaublich tollen Tag verbringen durften. Wilden Delfinen ganz nah sein, eine
Bootsfahrt zu den scheuen Seekühen unternehmen, zwei grosse Haie vorbeischwimmen sehen, lecker essen und am Abend nochmal aufs Meer hinaus fahren um den Sonnenuntergang zu geniessen. A dream! Am
nächsten Tag gings zum einzigartigen Shell Beach und dann weiter nach Carnarvon zum One Mile Jetty. Im schönen Coral Bay fuhren wir mit den Quads dem Strand entlang und entdeckten beim Schnorchel
viele farbenfrohe Fische und einen Teppichhai. Auch an den beiden anschliessenden Tagen begeisterte uns die Unterwasserwelt erneut mit ihren Farben und den teils kuriosen Bewohnern. Die Nacht im
einsamen Camp des Cape Range National Parks unter einem atemberaubenden Sternenhimmel bleibt unvergessen! So auch einer der schönsten Strände, der Turquoise Bay. Wow... Als ich beim Eindunkeln
viele Kängurus in freier Wildbahn sah, erfüllte sich mein Kindheitstraum. Wegen der heissen Temperaturen (bis zu 45 Grad!) änderten wir unsere Route spontan und fuhren wieder in Richtung Süden.
Zurück in Geraldton wurde der malerische Leuchtturm und einer der schönsten Sonnenuntergäge bestaunt. Vorher machten wir einen Abstecher zum Rocky Pool, einer Oase im Outback. In Woche drei und
nach einer wahrlich heissen Nacht (34 Grad!) gings ins idyllische Northam und dann weiter zum Wave Rock in Hyden, wo Simon uns besuchte. Diese Welle hat uns echt beeindruckt! In Esperance waren
die Temperaturen dann deutlich kühler, die vielen aneinanderliegenden Strände waren trotzdem sehenswert. Ganz besonders gefallen hat uns Albany und die Buchten in den angrenzenden Nationalpärken.
Die Küste bei den Blowholes und Elephant Rocks haben es mir besonders angetan. Ich war hin und weg! In Walpole und im Valley of the Giants war das Wetter dann leider wieder schlechter, der Tree
Top Walk dafür umso aufregender. Auf der 40 Meter hohen Hängebrücke fühlte man sich plötzlich ganz klein. Wir waren nun bereits seit drei Wochen unterwegs und so waren einige hundert Kilometer
keine Distanz mehr für uns. Nach Margaret River erkundeten wir Busselton und den zweitlängsten Jetty der Welt. Dieser malerische Steg beheimatet am Ende ein tolles Obervatorium, von wo aus man
viele Fische beobachten kann. Am nächsten Tag erkundeten wir Bunbury und machten wiederum eine Bootstour. Auch hier hatten wir wieder das Glück auf unserer Seite und sahen viele wilde Delfine. Im
Discovery Centre konnte man ausserdem viele kuriose Meerestiere anschauen. Später gings noch in den Wildlife Park zu den Kängurus und ich hab fast mein Herz an einen dieser zahmen Hüpfer verloren
;) An diesem Abend durften wir bei Chris und Phil, Freunde der Familie, übernachten und endlich wieder ein normales Bett geniessen. Nach fast einem Monat ein tolles Gefühl! Bald gings zurück nach
Mandurah, um spontan noch eine Dolphin Tour durch die Kanäle zu machen. Auch hier sahen wir die freundlichen Meeresbewohner wie auch viele tolle Luxusvillen. Wieder Zuhause wurden wir von Simon
mit leckerem Essen verwöhnt und er zeigte uns die einzige Grossstadt im Westen - Perth. Die Skyline und der Mix aus alten und modernen Gebäuden wie auch der grüne Kings Park gefielen mir sehr.
Nachdem ich auch weitere Familienmitglieder kennengelernt hatte und für ein feines Mittagessen im Café war, wo Meli und Simon arbeiten, gings zu guter Letzt nach Fremantle. Nach einem gemütlichen
Tag fuhren wir an den Flughafen und es hiess "byebye my good friend, see u soon!". Ich werde meine gute Freundin und Reisebegleiterin Meli, ihren Mann Simon wie auch die anderen lieben Menschen,
die tollen Landschaften, die meisten Tiere (Spinnen ganz bestimmt nicht!) und eifach all das Erlebte vermissen! Was hatten wir für eine unglaublich tolle Zeit! Dank einem Fotobuch, welches ich
momentan am Gestalten bin, und all den gekauften Andenken werden die Erinnerungen auch physisch vorhanden bleiben. In meinem Herzen bleiben sie sowieso für immer! <3
Top Favorites
Für alle Fans von WA und anderweitig Interessierten noch unsere persönliche Top-Favorites-Liste der Reise:
Bester Campingplatz: Murchinson Caravan Park in Kalbarri
Schönste Nationalparks: So ziemlich alle, aber besonders schön sind: Kalbarri, Nambung (Pinnacles), Torndirrup und William Bay National Park
Leckerstes Essen: Hybla in Albany
Idyllischster Strand: Turquoise Bay, nahe bei Exmouth im Cape Range National Park
Tollste Aussicht: Abrohlos Islands aus der Luft
Klarster Sernenhimmel: Neds Camp im Cape Range National Park
Unvergesslichster Ausflug: Schnorcheln mit den wilden Seelöwen in Green Head
Aufregendstes Erlebnis: Skydiving in Jurien Bay aus 4.3 km Höhe und 60 Sekunden im freien Fall. Einfach nur geil!! :)
Erholsamster Tag: in Esperance auf dem Camping (geht nur bei schlechtem Wetter...)
Schönste Stadt: Albany
Malerischster Leuchtturm: Geraldton
Romantischster Sonnenuntergang: Geraldton
Gefährlichster Shoppingort: Northam
Bester Schnorchelplatz: Coral Bay
Aussergewöhnlichste Meeresbewohner: Discovery Centre in Bunbury
Coolste Welle: Wave Rock in Hyden
Am meisten Kängurus: Cape Range National Park beim Eindunkeln
Und zu guter Letzt noch etwas zum Schmunzeln:
Am meisten Fliegen: Kalbarri National Park
Grösste gesehene Spinne: Carnarvon
Häufigster Satz von Meli: "Ärnschthaft?? Huere Meschtviech!" im Zusammenhang mit lästigen Fliegen
Häufigster Satz von Karin: "Das gseht onnatürlech us..." wenn etwas nicht so recht zusammenpassten wollte oder beim Fötelen
Längste gefahrene Strecke: von Esperance nach Albany und von Exmouth nach Carnarvon (inkl. Abstecher zum Rocky Pool) mit über 500 km. Phuu!
Heissester Tag: Kalbarri und Exmouth mit über 45 Grad!
Heisseste Nacht: Geraldton mit 34 Grad (temperaturmässig versteht sich!)
Netteste Begegnung: Der Optiker, der uns kostenlos unsere Sonnenbrillen repariert hat, weil wir Schweizer ja sooooooo nett seien ;)
28. Februar 2016:
Tag 30: In wenigen Stunden bin ich wieder Zuhause und mein Australien-Abenteuer ist somit offiziell beendet. Es wird ganz bestimmt nicht das letzte sein :) Der elfstündige Flug fühlte sich
diesmal länger an als bei der Anreise. Zum Glück ist dafür der Zwischenstopp in Doha mit drei Stunden relativ kurz. Die Reisezeit habe ich genutzt, um die Top-Favorites-Liste fertig zu stellen
und das Summary zu schreiben. Ich möchte mich an dieser Stelle nochmals für das grosse Interesse am Blog, alle lieben Wünsche und Gedanken sowie die kleinen und grossen Reisegeschenke bedanken.
Einige von euch werden den Blog vermissen - ich auch :) Bis heute sind es über 4'000 Klicks, aber um das geht es gar nicht. Unsere Erlebnisse mit euch zu teilen und euch so einen Einblick in
unsere Reise zu gewähren, das war das Ziel. Ich glaube, dieses Ziel wurde erreicht. Die Einträge werden wir nun auch für unsere Fotobücher verwenden können. Trotz gutem Gedächtnis hätte ich wohl
Mühe, alles in richtiger Reihenfolge und unter den richtigen Namen aufzulisten. Nun wünsche ich euch viel Spass beim Lesen der Top-Favorites und beim Summary. Und ich freue mich darauf, euch
persönlich von unserer Reise erzählen zu können! See u soon... :)
27. Februar 2016:
Tag 29: Mein letzter Tag in Down Under... Obwohl ich mich auf Zuhause freue, bin ich doch auch traurig. Eine unglaublich tolle Zeit geht zu Ende. Heute Vormittag hiess es packen und alle
Souvenirs im Koffer verstauen. Fürs Mittagessen fuhren wir ins Café, wo Meli und Simon arbeiten. Während dem Essen beobachteten wir die vielen "Twenty-Eights" (Papageien), welche dort gefüttert
werden können. Danach fuhren wir nach Fremantle und schauten uns die schöne Stadt an. Zu Fuss und mit den kostenlosen CAT Routes erkundigten wir die Innenstadt und den Hafen. Unter anderem gings
ins Round House, dem ersten Gefängnis Australiens. Ein leckeres Iced Coffee am Strand war genau das Richtige zum Schluss dieses Ausflugs. Meli fuhr mich zum Flughafen und hier warte ich nun, bis
mein elfstündiger Flug um 22.40 Uhr (15.40 Uhr Schweizer Zeit) nach Doha abhebt. Nach einem dreistündigen Zwischenstopp gehts dann weiter nach Zürich, wo ich um 12.30 Uhr landen sollte und Beni
mich abholt. Spätestens morgen gibt es noch einen Eintrag und eine Zusammenfassung unserer Reise, don't miss it :) See u soon Switzerland! <3
26. Februar 2016:
Tag 28: Heute standen die Rückgabe von Mike sowie die Stadtbesichtigung von Perth auf dem Programm. Nachdem wir Daisy zu Simons Grossmutter Heather gebracht hatten, fuhren wir mit Mike
nach Perth. Zum Glück ging das Abgeben schneller als die Annahme! Ausser einer schrägen Stossstange (wieso muss der Baum auch ausgerechnet im toten Winkel sein...? Echt jetzt!) war alles paletti.
So verabschiedeten wir uns von unserem treuen Wegbegleiter und staunten nicht schlecht, als schlussendlich genau 5'852.6 km auf dem Tacho standen! Und das in einem Monat... Nicht schlecht! :) Wir
werden Mike trotz einiger Macken in guter Erinnerung behalten - thank you travel buddy! Anschliessend gings mit dem Bus in die einzige Grossstadt Westaustraliens. Dort angekommen, brauchten wir
zuerst mal Energie und gingen was essen. Mit Simon hatten wir unseren privaten Stadtführer gleich mit dabei - thanks! Die riesigen Wolkenkratzer sehen von der brandneuen Brücke besonders
eindrücklich aus. Vom schönen Kings Park auf dem Hügel hat man einen einzigartigen Blick über die Skyline von Perth! Das Stadtbild wird einerseits durch die hohen Gebäude und modernen Anlagen wie
beispielsweise dem neuen Elizabeth Quay geprägt, andererseits erhält die Stadt dank den vielen Grünflächen und Parks einen natürlichen Touch. Zudem gibt es viele ältere Bauten im englischen Stil,
was einen einzigartigen Kontrast zu den neuen und hauptsächlich aus Glas bestehenden Gebäuden gibt. Mir gefiel die Stadt wirklich gut! Mit dem Zug gings zurück nach Mandurah, wo uns Heather vom
Bahnhof abholte und zu Simons Elternhaus brachte. Später fuhren wir zurück nach Meadow Springs und Simon kochte etwas Leckeres für uns. Als Andenken schossen wir noch ein Foto. Die grossartigen
Erinnerungen an unseren einmonatigen Roadtrip kann uns sowieso niemand mehr nehmen! :)
25. Februar 2016:
Tag 27: Nach einer erholsamen Nacht in einem herrlich grossen Bett gabs Frühstück und anschliessend zeigte uns Phil den Strand. Dort durften wir mit dem 4WD (Allradantrieb) über den Sand
driven - was für ein Spass! Danach fuhren wir die 100 km nach Mandurah, unterwegs machten wir einen Zwischenstopp im Macca's (wie immer haben die Aussies ein eigenes Wort, Macca's heisst
McDonald's) und stellten einen eigenen Burger zusammen. Da das Wetter nun wieder besser ist, machten wir spontan eine einstündige Dolphin Tour in Mandurah. Vom zweistöckigen Schiff aus sahen wir
tatsächlich Delfine. Noch beeindruckender waren allerdings die vielen Kanäle und die unzähligen Luxusvillen. Mandurah sieht aus wie ein kleines Venedig, scheint jedoch viel moderner. Einige der
Häuser waren echt toll und träumen darf man ja... :) Danach gings zurück nach Meadow Springs, wo Simon und die kleine Hundedame Daisy bereits auf uns warteten. Nachdem wir Mike ausgeräumt haben
und Meli ihn geputzt hat, ging ich alleine zum Strand. Innert zehn Minuten erreichte ich die schöne Küste und genoss trotz starkem Wind das herrliche Wetter und natürlich das Meer. Ich habe dank
meinem Tolino (Merci Beni!) nun bereits das fünfte Buch verschlungen sowie eine spannende Geschichte über Australien gelesen (Merci Renate!). Nebst all den tollen Abenteuern und Erlebnissen hier
genoss ich auch die Auszeit beim Lesen sehr! Nun freue ich mich auf die letzten beiden Tage hier im schönen Down Under...
24. Februar 2016:
Tag 26: Danke fürs Daumen drücken, das Wetter war besser :) Heute haben wir wieder viel erlebt! Am Vormittag gings ins Dolphin Discovery Centre in Bunbury. Zuerst sahen wir uns die
Aquarien an und bestaunten die unterschiedlichen Meeresbewohner. Später gings auf die eineinhalbstündige Dolphin Cruise. Draussen auf dem Meer sahen wir bereits nach einigen Minuten die ersten
wilden Delfine. Man erklärte uns, dass vermutlich gestern ein Calve (ein Baby) geboren wurde und deshalb alle aufgeregt sind. Wir sahen einige junge und auch ausgewachsene Delfine. Als ungefähr
fünf Tiere direkt neben dem kleinen Boot schwammen, standen uns die Haare zu Berge! Unglaublich, diese schönen Tiere in grosser Anzahl nur wenige Meter von uns weg zu sehen. Diese Tour hat sich
mehr als gelohnt! Anschliessend fuhren wir zum nahegelegenen Leuchtturm, welcher durch sein schwarzweiss kariertes Muster bereits von Weitem auffällt. Der Lookout daneben bot einen tollen Blick
über die Stadt. Danach fuhren wir in den Wildlife Park von Bunbury. Neben vielen farbenfrohen Vögeln waren die Kängurus das Highlight. Diese Hüpfer waren noch zutraulicher und konnten ohne
Absperrung gefüttert und gestreichelt werden. Ich weiss, dass es so vielleicht nicht ganz der Natur entspricht, aber diesen Kängurus scheint es wirklich gut zu gehen. Und so genossen wir ihre
Nähe sehr und verbrachten einige Zeit mit ihnen. Nach dieser Interaktion besuchten wir Chris und Phil, zwei gute Freunde von Simons Familie. Nach einen herzlichen Empfang und einem megaleckeren
Curry, geniessen wir nun den Abend in ihrem schönen Haus und tricken Wein. Da wir heute bei ihnen übernachten dürfen, war es gestern bereits die letzte Nacht in unserem Büssli Mike. Obwohl ich
mich nach einem Monat auf einem dünnen und einfachen Sitzpolster nun auf ein komfortables und grosses Bett freue, werde ich Mike vermissen. Beim Reisen habe ich keine grossen Ansprüche, trotzdem
freue ich mich nun auf etwas mehr Luxus. Morgen gehts nämlich bereits zurück nach Mandurah... Time flies!
23. Februar 2016:
Tag 25: Am Vormittag fuhren wir der Küste entlang Richtung Busselton. Halt machten wir an den Stränden in Prevelly, Gracetown, Canal Rocks und Cape Naturaliste, welches ganz oben an der
Spitze liegt und einen kleinen Leuchtturm beheimatet. Bei den Canal Rocks bewunderten wir zuerst mutige Männer, welche von einer Brücke in die kleine Bucht sprangen. Wenige Minuten später konnten
wir weiter draussen viele Delfine beobachten. Dann gings nach Busselton, wo Meli endlich das langersehnte Lachssteak essen konnte und ich ein feines Kürbiscurry genoss. Busselton ist bekannt für
den längsten Jetty der Südhalbkugel (und zweitlängsten der Welt!). Die 1.8 km haben wir gemütlich mit dem nostalgischen Zügli zurückgelegt. Ganz am Ende des Jetty befindet sich das
Unterwasserobservatorium. Wir konnten rund 9 Meter runtersteigen und aus einigen Fenstern die wunderschönen Korallen, Fische und Schwämme bestaunen. Das war eindrücklich! Als Andenken kaufte ich
mir ein kleines Bild mit einem meiner Lebensmottos drauf. Später gings weiter nördlich nach Bunbury. Hier haben wir für morgen eine Dolphin Cruise im Dolphin Discovery Centre gebucht und hoffen
nun auf schönes Wetter! Drückt uns die Daumen oder wie man hier so schön sagt: cross your fingers...
22. Februar 2016:
Tag 24: Nach einer ruhigen Nacht gings ins Valley of the Giants. Wir hatten Glück mit dem Wetter und konnten den Tree Top Walk beim ersten Rundgang ohne Regen geniessen. Die Hängebrücke
mit einzelnen Plattformen dazwischen ist 600 Meter lang und bis zu 40 Meter hoch. Ein absolut tolles Gefühl - sofern man schwindelfrei ist ;) Uns gefiel es sehr und auch der anschliessende
Ancient Empire Trail durch die bis zu 80 Meter hohen Tingle Trees war eindrücklich. Einige der uralten Bäume waren hohl und auf anderen konnte man ein Gesicht erkennen. Trotz dem Regen liefen wir
nochmals über den Tree Top Walk und genossen die Aussicht von hoch oben. Danach gings in ein Bakerhouse fürs Zmittag und einen leckeren Kaffee für die weitere Fahrt nach Margaret River. Unterwegs
regnete es teilweise sehr stark und deshalb sind wir froh, die fast 300 km gut hinter uns gebracht zu haben. Ich habe noch nie so viele Bäume gesehen! Seit zwei Tagen fahren wir nun hauptsächlich
durch Wälder, welche zu den unzähligen kleinen Nationalparks hier gehören. Das zeigt einmal mehr, dass die Platzverhältnisse hier definitiv anders sind als bei uns in der Schweiz... Die Schäden
der Waldbrände im Januar sind immer noch ersichtlich, viele Pflanzen sind jedoch bereits wieder grün und weisen nur unten Verbrennungen auf. Margaret River selbst ist eine sehr bekannte
Weinregion und wir hoffen, dass wir das schöne Städtchen und seine Umgebung morgen bei schönerem Wetter erkunden können.
21. Februar 2016:
Tag 23: Nachdem wir uns heute Vormittag den Dog Rock in Albany angeschaut haben, sind wir einmal mehr im Paradies gelandet. Oder besser gesagt in mehreren kleinen! Eines davon nennt sich
Torndirrup National Park und liegt auf der Halbinsel bei Albany. Zuerst waren wir enttäuscht, dass die angepriesenen Sehenswürdigkeiten The Gap und Natural Bridge wegen Umbauarbeiten der
Aussichtsplattform geschlossen waren. Das war aber schnell vergessen! Einige Kilometer weiter befanden sich nämlich die Blowholes. Ein mehrere hundert Meter langer Fussweg führte zur Küste
hinunter. Obwohl wir die Blowholes selbst nicht sahen, war bereits das laute Zischen der Wellen unter uns eindrücklich! Einige Meter weiter hatten wir einen atemberaubenden Blick auf die Küste
und die tosenden Wellen! Dank diesem eindrücklichen Naturschauspiel und der wenigen Touris vergassen wir die Zeit völlig und genossen einfach nur den wunderschönen Anblick. Entspannung pur!
Später entdeckten wir einige weitere tolle Aussichtspunkte in dieser rauen und noch sehr natürlichen Umgebung. Zur Stärkung gabs im Discovery Centre etwas weiter feine Scones mit Rahm und
Erdbeerkonfi, eine australische Spezialität. Dort bestaunten wir dann auch das Schiff, welches anlässlich der Wahling Station (Museum) ausgestellt ist. Nach einem kurzen Zwischenhalt bei einem
Lookout gings weiter nach Denmark und in den nahegelegenen William Bay National Park. Vor allem ich war wahnsinnig gespannt auf die Elephant Rocks und den Greens Pool. Und ich wurde nicht
enttäuscht! Die Elephant Rocks sehen mit etwas Fantasie tatsächlich aus wie eine dichtgedrengte Herde und der kleine Strand ist extrem schön! Es wurden viele Fotos gemacht in der Hoffnung, dann
eines davon als ein grosses Bild Zuhause aufhängen zu können. Direkt neben den Elephant Rocks liegt der Greens Pool. Eine wunderschöne Bucht mit verschiedenen Felsformationen und herrlich
türkisem Wasser. Ebenfalls sehr natürlich und ein Ort zum Geniessen und Entspannen! Die aufziehenden Wolken und das vorhergesagte Gewitter liessen uns dann aufbrechen und weiter Richtung Walpole
fahren. Kurz nachdem wir einen Campingplatz gefunden hatten, ging das Gewitter los. Zuerst nur Blitze und Donner, später öffnete der Himmel seine Schleusen und es regnete wie aus Kübeln. Gut,
hatten wir es uns da bereits im Camping Kitchen gemütlich gemacht ;) Und so stellen wir uns nun auf einen ruhigen Abend mit Lesen (ich) und TV schauen (Meli) ein. Morgen wollen wir - je nach
Wetter - hoch über den Bäumen den Tree Top Walk machen und weiter nach Margaret River fahren.
20. Februar 2016:
Tag 22: Unser Mike macht seinen Job trotz den viiiielen Kilometern auf seinem Buckel resp. Tacho echt gut. Auf der rund 500 km langen Strecke trotzte er Wind, Regen und holprigen Strassen.
Ich hoffe, dass ich in seinem Alter dann auch noch so rüstig bin ;) Unterwegs fielen uns vor allem das sich stark verändernde Wetter und die immer satter werdenden Farben der Bäume und Büsche
auf. Die Blätter haben ein sattes Grün und die Landschaft wirkt durch die schönen Farben einladender als der eher karge Norden. In Albany angekommen, haben wir uns den letzten
freien Platz auf einem Campingplatz am Meer ergattert. Danach gings stadteinwärts, um das historische Städtchen zu erkunden. Die York Street mit den vielen Läden und Restaurants im englischen
Stil gefiel uns besonders gut. Anschliessend gings auf den Mount Clarence in den Heritage Park. Hoch über der Stadt hatten wir eine herrliche Aussicht auf die vielen Inseln und Buchten von
Albany. Am Abend besuchten wir ein angesagtes Restaurant und genossen einen superleckeren Burger (ja, das war natürlich ich...) und ein zartes Fischgericht. Es wurde über alte Zeiten geplaudert,
die auf der Reise erlebten Höhepunkte aufgezählt und viel gelacht. Der süsse Weisswein, der aromatische Whisky und das romantische Feuer machten den Abend draussen auf der Terrasse perfekt.
Übrigens habe ich mir gestern die Statistik meines Blogs angesehen: Rund 3'300 Klicks von über 450 verschiedenen Usern. WOW! Ich weiss, dass einige von euch das Besuchen der Website zu einem
täglichen Ritual erklärt haben, dennoch bin ich überrascht über die vielen Aufrufe und dem anscheinend wirklich grossen Interesse an unserer Reise. Mir selbst macht das Schreiben und das
Fotografieren grossen Spass und ich hoffe, dass das auch so rüberkommt. Im diesem Sinne: Lasst uns die letzte Woche noch so richtig geniessen!
19. Februar 2016:
Tag 21: Wie herrlich so ein "Relaxingday" doch ist! Nach einem gemütlichen Frühstück erkundeten wir uns im Visitor Centre nach möglichen Ausflügen. Der graubewölkte Himmel und der starke
kühle Wind hielten uns jedoch davon ab, aufs Meer hinaus zu fahrn. Deshalb entschieden wir uns, den 40 km langen Great Ocean Drive entlangzufahren. "great" trifft es wirklich! Ein Strand toller
als der nächste und nur die Tatsache, dass es echt zu kalt und windig für ein Bad war, trübte unsere Begeisterung ein wenig. Innert weniger Kilometer machten wir Halt beim Rotary Lookout, Lovers
Beach, West Beach, Blue Haven, Salmon Beach, Twilight Beach, Observatory Point und Ten Mile Lagoon. Trotz schlechtem Wetter sahen die Strände und Buchten bilderbuchähnlich aus! Später fuhren wir
am Pink Lake vorbei (das wäre nun übrigens der richtige Pink Lake, der erste bei Port Gregory hat offiziell einen anderen Namen). Da der erste See jedoch deutlich mehr pink vorzuweisen hatte als
dieser hier, waren wir ein bisschen enttäuscht. Nur mit gutem Vorstellungsvermögen liess sich die Farbe als rosa betiteln. Wieder zurück in Esperance liessen wir unsere Sonnenbrillen reparieren
(dass die doofen "Schrüübeli" auch immer rausfallen müssen!) und genossen in einem Beach Café einen leckeren Happen. Danach gings dem Strand entlang zum Whale Tail, dem neuen Wahrzeichen der
Stadt. Zwischendurch testete ich, ob meine Fitness in den letzten drei Wochen wohl stark abgenommen hat. Sieht aber nicht so aus ;) Wieder zurück auf dem Camingplatz genoss ich beim Lesen die
herrliche Ruhe und machte ein Nickerchen. Nun sind wir tiefenentspannt und können wieder voller Energie die letzten paar Tage unseres Roadtrips in Angriff nehmen. Die Planung läuft...
18. Februar 2016:
Tag 20: Bereits 20 Tage sind wir nun unterwegs und dieses schöne und unglaublich grosse Land begeistert mich immer wieder aufs Neue! Nachdem Simon gestern Abend angekommen ist, haben wir
gekocht und uns einen gemütlichen Abend gemacht. Der starke und kühle Wind wehte die ganze Nacht und ich wurde im Büssli regelrecht hin und her geschaukelt. Ehrlich gesagt genoss ich es sehr,
dass ich das Büssli einmal für mich alleine hatte und somit auch etwas mehr Platz ;) Am Vormittag schauten wir uns den Wave Rock und Hippo's Yawn an. Die felsige Welle hat uns ganz schön
beeindruckt und oben angelangt, hatten wir eine tolle Aussicht. Nach einem feinen Mittagessen und dem Bestaunen der Schmetterlinge aus hiesigen Wildblumen, gings für uns Ladies weiter nach
Esperance. Der starke Wind verlangsamte die Fahrt und erforderte unsere fast nicht vorhandenen Armmuckis ;) Nach 400 km, mit vielen weidenden Schafen, Kühen und Pferden unterwegs, sind wir gut
angekommen. Hier im Süden ist es deutlich kühler, nur gerade 22 Grad und stark bewölkt. Also nur noch halb so warm wie im Norden! Unterwegs gab es sogar einige Regentropfen und ich dachte an die
regnerische Schweiz. Ich hoffe, dass das Wetter bei euch auch wieder besser ist. Ihr könnt euch trösten, auch wir brauchen heute ein Jäggli um draussen sitzen zu können :P Morgen wollen wir
Esperance erkunden und mal nicht fahren. Wir planen momentan noch die letzte Route entlang der Südküste nach Mandurah und wollen in den verbleibenden Tagen noch einige Orte sehen. Wir haben nun
bereits 4'400 km auf den mehr oder weniger guten Strassen zurückgelegt und haben noch ungefär 1'000 km vor uns. Zum Glück ist der Benzin hier nicht so teuer wie bei uns, ansonsten würden uns die
Benzinkosten noch mehr vom Budget wegfressen und uns bliebe weniger für tolle Ausflüge übrig. Am Freitag in einer Woche gehts voraussichtlich nach Perth, da ich die einzige Grossstadt im Westen
auch sehen möchte! Am Samstag werden wir noch Mandurah und Fremantle geniessen, bevor es dann am Abend zum Flughafen geht. Soweit denke ich aber noch gar nicht, schliesslich habe ich noch 10 Tage
mit gaaaaanz vielen Erlebnissen und tollen Eindrücken vor mir!
17. Februar 2016:
Tag 19: Gestern Abend machte sich die Hitze erneut bemerkbar. Meli fühlte sich schlapp und ging früh schlafen. Das wollte ich auch machen, jedoch lag ich wiederum stundenlang wach. Die
hohen Temperaturen waren ein Grund, die gut von langen Trucks befahrene Strasse ein weiterer. Irgendwann streute das Sandmännchen dann auch endlich mir Sand in die Augen und ich schlief doch noch
ein wenig. Heute war ich entsprechend müde und bin froh, dass wir die 300 km gut gefahren sind und uns nun auf dem Caravan Park in Hyden befinden. Unsere kleine Shoppingtour heute Vormittag in
Northam war erfolgreich und ich bin nun stolze Besitzerin von einigen Accessoires und Erinnerungsstücken. Jetzt bin gespannt auf den Wave Rock, welcher sich von meinem Platz unter den schattigen
Bäumen bereits erkennen lässt. Wenn es hier nicht wieder so unglaublich viele Fliegen hätte, könnten wir es mehr geniessen. Leider hilft kein Spray gegen die lästigen Viecher, deshalb hüpfen wir
nun in den Pool! Morgen mehr zum Wave Rock und bestimmt auch einige tolle Fotos... :)
16. Februar 2016:
Tag 18: Die kühle Brise von gestern Nachmittag hat sich am Abend in einen heissen Wind verwandelt. Es war sage und schreibe 34 Grad in der Nacht! Wir probierten alles, um uns abzukühlen:
Büssli durchlüften, kaltes Wasser über die Hände laufen lassen, Bettüberzug im Kühlschrank kühlen und dann darauf liegen, gekühlte Wasserflaschen unter die Füsse legen,... Nichts half gegen diese
Hitze. Irgendwann mitten in der Nacht konnten wir dann endlich einschlafen und wachten einige Stunden später völlig verschwitzt auf. Eine Nacht wie diese muss ich nicht nochmal erleben, dagegen
sind die sogenannten Tropennächte in der Schweiz ein Witz... Etwas erschöpft machten wir uns dann auf den weiteren Weg Richtung Süden. Die 450 km im klimatisierten Büssli Mike waren in einigen
Stunden zurückgelegt. Die Route war sehr abwechslungsreich und hat uns dank den vielen Farben sogar noch besser gefallen als der Indian Ocean Drive in Richtung Norden. Und wir sahen keine toten
Tiere am Strassenrand, ein weiterer Pluspunkt. Dafür gab es ein Bushfire, an dem wir vorbeifuhren. In diesem Moment wird einem die allgegenwärtige Gefahr der Trockenheit wieder vor Augen geführt!
Am Nachmittag kamen wir in Northam an, welches etwas östlich von Perth liegt. Das kleine Städtchen gefällt uns sehr und wir gehen morgen ein bisschen lädele :) Wir waren auch kurz auf der
längsten Hängebrücke von ganz Australien. Und wir sahen die endlos langen Züge mit mehr als 100 Containerwagons. Da ist Warten angesagt... Von Northam fahren wir morgen weiter zum berühmten Wave
Rock in Hyden. Simon, Melanies Mann, wird uns dort besuchen. Wir kochen übrigens die meiste Zeit selbst. Manchmal eifache, ab und zu etwas anspruchsvollere Gerichte. Einen Kommentar zum gestrigen
Hundefutter, äääh den angeblich vorgekochten Spaghetti mit Bolognaisesauce aus der Dose, verkneife ich mir nun, gäu Meli? ;) Die Glaceauswahl ist dafür riiiesig hier und meine geliebte Magnum
gibt es in die verschiedensten Variationen. Mmmmmh!
15. Februar 2016:
Tag 17: Kilometer um Kilometer werden abgespuhlt. Da wir uns jedoch regelmässig abwechseln beim Fahren, geht es recht gut mit den weiten Distanzen. Die sich ständig verändernde Vegetation
und die weidenden Kühe, Schafe und Ziegen machen die Fahrt ebenfalls angenehmer. Nun sind wir bereits wieder in Geraldton. Hier ist es etwas kühler und angenehm windig. Schön, endlich mal nicht
dauernd zu schwitzen ;) Gestern Abend hatten wir übrigens einen ungebetenen Gast im Büssli. Eine grosse Spinne (für Schweizer Verhältnisse verdammt gross!) jagte uns Angst und Schrecken ein. Als
wir sie endlich vertrieben hatten, gingen wir mit einem mulmigen Gefühl ins Bett. Als wir heute Vormittag bei einem Aussichtspunkt Halt machten, war sie plötzlich am Fenster. Vermutlich hat sie
die ganze Zeit über im Seitenfach verharrt. Zum Glück haben wir sie nicht während der Fahrt entdeckt, da wir beide keine besonders grossen Fans von Spinnen sind... Meli spielte kurzerhand meine
Heldin und lockte die Spinne raus. Das etwas ängstliche Gefühl wegen möglichen weiteren Krabbeltieren im Büssli verflog bald und nun entspannen uns wir auf dem Campingplatz und hören dem
fröhlichen Gezwitscher der vielen farbigen Kakadus zu. Später schauen wir uns noch den Leuchtturm an, welcher meiner Ansicht nach total schön ist! "Pittoresque" trifft es wohl noch besser, wir
sahen ihn ja bereits aus der Luft ;) Dank dem "free Wifi" konnten wir beide gestern mit unseren Liebsten skypen und einige News austauschen. Schön wars, die Stimmen der Zuhausegebliebenden zu
hören. Ich sende euch sommerliche Grüsse in die kalte Heimat und ja, ich habe tatsächlich schon etwas (mehr) Farbe erhalten ;)
14. Februar 2016:
Tag 16: Planänderung! Statt in den Karijini National Park im Landesinneren fahren wir nun bereits in Richtung Süden. Dies aus zwei Gründen: a) sind wir uns nicht sicher, ob der
Nationalpark wirklich offen hat. Aufgrund des letzten Zyklons Ende Januar gab es grosse Überschwemmungen und seither gibt es keine aktuelleren News. Leider sind die telefonischen Erreichbarkeiten
des Parks und der Visitor Centre ganz schlecht und auch unsere x Versuche, es per Google rauszufinden, brachten nur noch grössere Verwirrung. Wir gehen aufgrund der Website nun davon aus, dass er
immer noch geschlossen ist und riskieren keine achtstündige Fahrt ins noch heissere Outback, um dann vor geschlossenen Toren zu stehen. Und b) macht uns die grosse Hitze sowieso etwas zu
schaffen. Den Tag durch war es nun immer über 40 Grad, in den letzten Tagen bis zu 45! Da das Termometer auch in der Nacht nie unter 30 Grad fällt, schlafen wir schlecht und auch nicht
besonders viel. Unser Kreislauf hat manchmal etwas Mühe und lechzt dann geradezu nach Zucker. Einige Schlücke Cola bewirken hier Wunder! Und natürlich ganz viel Wasser. So haben wir die Route
also kurzfristig den Bedingungen angepasst und sind nun bereits wieder auf dem Highway Richtung Perth. Für die Strecke rechnen wir drei Tage, da es insgesamt 1'300 km sind. Unterwegs machen wir
einen Abstecher zum Rocky Pool. In den nächsten beiden Tagen fahren wir im Landesinneren via Wave Rock nach Esperance, welches uns wärmstens empfohlen wurde. Wir freuen uns nun auf den Süden und
hoffen, dass es dort einige Grad kühler wird und wir den zweiten Teil unseres Trips auch noch in vollen Zügen geniessen können! Da ich ein optimistischer Mensch bin, glaube ich fest daran
:)
12. und 13. Februar 2016:
Tag 14 und Tag 15: Vielleicht haben sich einige von euch gewundert, wieso es gestern keinen Blog gab. Nun ja, im Busch gibt es nun mal keinen Empfang. Auch sonst manchmal nicht, wie wir
bestimmt im Landesinneren noch merken werden. Als wir von Coral Bay nach Exmouth gefahren sind, haben wir uns entschieden, mal nicht auf einem Campingplatz zu übernachten. Und so fuhren wir auf
der Halbinsel weiter bis in den Cape Range National Park. Dort gibt es verschiedene Camps und in so einem haben wir übernachtet. Kein Strom, kein Wasser und kein Netz. Nur ein kleines
Scheisshäuschen (entschuldigt den Ausdruck, aber genau so ist es!). Dafür kriegt man dort eine wunderbare Ruhe, einen einsamen Strand und einen noch viel atemberaubenderen Sternenhimmel geboten.
Richtig romantisch! Und so stellten wir uns vor, wie auch unsere Männer hier sein könnten. Leider nein.. Und doch macht unser Mädelstripp unglaublich Spass und wir verstehen uns - trotz
vielleicht anderen Vorhersagen wie "zwei Frauen während vier Wochen zusammen auf engstem Raum, das kann nicht gut gehen!" - blendend und haben eine tolle und sehr lustige Zeit zusammen. Das war
schliesslich bereits in der Schule so, einige von euch werden sich erinnern ;) Nun aber noch kurz zum Programm von gestern Freitag und heute Samstag: Am Freitagvormittag gingen wir auf eigene
Faust in Coral Bay schnorcheln. Dank einem Tipp der Einheimischen trauten wir uns etwas weiter raus und entdeckten so wiederum viel Schönes unter Wasser! Einige Fotos davon findet ihr in der
Galerie. Leider hat die gut aufgetragene Sonnencreme ihre Wirkung diesmal verfehlt und so habe vor allem ich nun einen schmerzlichen Sonnenbrand. Viiiel After Sun hilft hoffentlich... Als wir auf
dem Camp im National Park ankamen, sahen wir bereits die ersten Kängurus und Emus. Beim Eindunkeln fuhren wir mit Mike nochmals im Schritttempo etwas umher und sahen plötzlich unglaublich viele
der schönen Hüpfer, darunter auch die kleineren Wallabies. Besonders ich war begeistert, dass ich endlich meinen Kindheitstraum in live und vor allem in der freien Natur sehen durfte :) Heute
Morgen gingen wir zum Turquoise Bay, eine wunderschöne Bucht, die Meli bereits kannte. Beim Schnocheln sahen wir wieder viele verschiedene Fische, teils sehr grosse! Nun sind wir in Exmouth und
versuchen uns abzukühlen in dieser Hitze! Übernachten werden wir voraussichtlich auch hier, um es wieder etwas luxuriöser zu haben als im Camp. Missen möchte ich dieses Erlebis trotzdem
nicht.
11. Februar 2016:
Tag 13: Die 250 km von Carnarvon nach Coral Bay sind geschafft. Unterwegs sahen wir wieder alle paar 100 Meter tote Tiere, einmal sogar drei Rinder direkt am Strassenrand. Das hat schon
was Grusliges! Ansonsten gibt es ausser dem Gebüsch und dem immer rötlicher werdenden Sand nicht viel zu sehen. Besonders auffallend sind die unzähligen "Floodway" Schilder. Momentan ist es
derart trocken hier, dass sämtliche Bäche und Flüsse ausgetrocknet sind und die Gräser und Büsche eher grau als grün sind. Wenn es hier mal regnet, dann aber richtig und alles wird überschwemmt.
Diesem Risiko fahren wir quasi entgegen, da im Norden nun Regenzeit ist. Im Weiteren besteht die Gefahr durch aufkommende Zyklone. Wir sind zuversichtlich, dass wir unseren weiteren Weg
unbeschadet und ohne grössere Zwischenfälle weiterführen können. Wünscht uns Glück! Nun noch zu den Highlights von heute: In Coral Bay angekommen, haben wir uns gleich nach Touren erkundet. Das
Angebot ist riesig! Schlussendlich haben wir uns für die Sunset Quad-Tour entschieden, dazu gleich mehr. Zuerst gings an den Strand uns wunderschöne türkise Meer. Bereits da sahen wir einige
Fische und zwei Rochen. Die Quad-Tour begann um 16.30 Uhr und führte uns einige Kilometer dem Strand entlang. Auf dem Sand zu driven und mit einem Auge aus azurblaue Meer zu schauen, dass nenn
ich pure Glückseligkeit :) Nach einer halben Stunde kamen wir zum Schnorchelspot, einer kleinen ruhigen Brandung. Auf den ersten Blick sah es etwas langweilig aus, was sich unter Wasser aber als
grosser Irrtum herausstellte! Während einer Stunde entdeckten wir unzählige farbenfrohe und gemusterte Fische, eine riesige gemächliche Wasserschnecke, einige Seesterne, mehrere Seegurken,
Korallen in allen Variationen und einen schlafenden Hai! Den Teppichhai haben wir per Zufall entdeckt, da er sich gut getarnt hat. Diese Begegnung wie auch alles andere war sehr faszinierend.
Beim rasanten Zurückfahren mit den Quads gings für den besten Ausblick auf eine riesige Sanddüne. Ein herrlicher Sonnenuntergang und die während der Fahrt vorbeihüpfenden Kängurus (genau so, wie
ich mir das immer erträumt habe!) waren das i-Tüpferchen des heutigen Tages! Wieder mal Abenteuer pur in Down Under :)
10. Februar 2016:
Tag 12: Heute gings ein bisschen gemächlicher zu und her. Am Vormittag schauten wir uns Shell Beach an, ein weitläufiger Strand, der tatsächlich nur aus unzähligen kleinen und grossen
Muschelschalen besteht. Das ist etwas ganz Besonderes! Unter den Füssen knackte es beim Runterlaufen und die Boards gaben interessante Infos zur Entstehung des Strandes. Danach nahmen wir die
über 300 km nach Carnarvon in Angriff. Unterwegs sahen wir viele Tiere wie beispielsweise Emus, Ziegen und Kühe. Leider sieht man hier auch viele tote Tiere am Strassenrand, vor allem Kängurus,
Emus und Hasen. Hier in Carnarvon sind wir nun auf einem wiederum schönen Campingplatz und kühlen uns im Pool ab. Als es später etwas weniger heiss war, haben wir noch den One Mile Jetty (Steg)
angeschaut resp. sind die 3 km hin und zurück gelaufen und haben so den Abend ausklingen lassen. Morgen geht es weiter nach Coral Bay und dem berühmten Ningaloo Marine Park. Ich freue mich schon
extrem aufs Schnorcheln dort und die hoffentlich vielen Schildkröten, Fische und Korallen, die wir sehen werden! :)
9. Februar 2016:
Tag 11: WOW! Was für ein unglaublich genialer Tag! Wahnsinn! Meine Euphorie ist deshalb so gross, weil wir heute im Paradies gelandet sind. Monkey Mia, das bekannte Delfinenresort, ist
wirklich traumhaft! Morgens um 6 Uhr mussten wir uns noch etwas quälen um Aufzustehen. Das hat sich aber mehr als gelohnt! Bei der Delfinenfütterung sahen wir 17 Delfine aus nächster Nähe, was
auch für die Rangers erstaunlich war. Den ganzen Vormittag über konnten wir die freundlichen Tiere beobachten und währenddessen einen kalten Drink und einen feinen Burger geniessen. Am Nachmittag
- in der absolut grössten Hitze von 43 Grad - gings auf die gebuchte Tour mit einem Katamaran. Nach gut einer halben Stunden sahen wir sie endlich! Die Dugongs, zu deutsch Seekühe, kamen zum
Luftholen immer wieder an die Oberfläche. Ganz ehrlich, habt ihr schon mal Seekühe in freier Wildbahn gesehen? Also wir waren beeindruckt! Noch beeindruckter war ich aber, als plötzlich ein 5
Meter langer Hammerhai vor dem Katamaran auftauchte! So schnell wie er auftauchte, war er auch schon wieder verschwunden. Dafür war später ein Delfin in der Nähe und kurze Zeit darauf schwamm ein
Tigerhai mit seinem Jungen neben dem Boot. Auf den Fotos kann man den Hai einigermassen erkennen. Das war ein unvergesslicher Moment. Im Weiteren sahen wir Schildkröten, Pelikane, Emus und einen
Mantarochen. Nach der dreistündigen Entdeckungsreise war eine dringend benötigte Abkühlung angesagt. Gegen Abend stachen wir dank dem kostenlosen Sunset Cruise nochmal in See. Wegen dem
aufkommenden Wind wurde es kühler und wir genossen die herrliche Aussicht. Zu relaxter Musik wurde mit anderen Schweizern geplaudert. Irgendwann dazwischen wurde ich etwas sentimental und merkte,
wie unglaublich dankbar ich bin. Ich bin dankbar, dass ich so viele unglaublich tolle Orte sehen darf. Ich bin dankbar, dass meine eigenhändig geplante Route bis jetzt so gut funktioniert. Ich
bin dankbar, dass wir trotz der grossen Hitze gesund sind und uns meistens wohl fühlen. Ich bin dankbar, dass ich mit Meli eine tolle Reisebegleiterin habe. Und ich bin dankbar, dass ich jeden
Moment meiner Reise geniessen kann, weil ich weiss, dass es im Büro auch ohne mich läuft und dass es zuhause liebe Menschen gibt, die sich mit mir über meine Erlebnisse freuen. DANKE!
8. Februar 2016:
Tag 10: Was, bereits 10 Tage vorbei? Wenn ich zwar so darüber nachdenke, dann haben wir doch schon sehr viel Spannendes erlebt und unglaublich tolle Landschaften entdeckt! In der brütenden
Hitze hiess es heute, die knapp 400 km von Kalbarri nach Denham zu bestreiten. Unterwegs machten wir in Hamelin Pool einen Zwischenstopp, um die uuuuralten Stromatoliten zu bestaunen. Danach
gings weiter zum Aussichtspunkt Eagle Bluff. Von dort aus hat man einen fantastischen Blick aufs Meer und die schöne Küste. Im klaren Wasser kann man sogar die vielen Haie entdecken. Das hiesige
Gebiet Shark Bay macht seinem Namen alle Ehre - es hat extrem viele Haie (lemon shark und nervous shark)! Ob wir uns wirklich trauen mit ihnen zu schwimmen, wissen wir noch nicht ;)
Schlussendlich erreichten wir das kleine Städtchen Denham. Es liegt auf einer Halbinsel direkt neben Monkey Mia und macht einen hübschen Eindruck. Andere Camper haben uns erzählt, dass es hier
(auch auf dem Platz selbst) drei Schlagenarten geben soll, deren Gift tödlich ist. Zum Glück sind wir denen noch nicht begegnet... Unsere Tour in Monkey Mia haben wir auf morgen vorverschoben,
ihr dürft gespannt sein!
7. Februar 2016:
Tag 9: Über 40 Grad! Echt ganz schön heiss hier in Kalbarri…Nichts desto trotz gings in den Nationalpark, wo wir zuerst das bekannte Nature’s Window bestaunten. Was für eine
Aussicht! Das dachten sich wohl auch die unzähligen Fliegen, welche uns das Leben schwer machten. Echt mühsam, da hilft kein Spray dagegen. Schlussendlich wurden die Shirts in Kopfbedeckungen
umfunktioniert, damit wir wenigstens nicht ständig belästigt wurden. Gleich danach gings zum Z-Bend, einer Aussichtsplattform über einer beeindruckenden Schlucht. Die Strassen zu diesen
Attraktionen waren übrigens äusserst holprig, was vor allem Melanie gar nicht gefiel. Mir selbst hat es irgendwie Spass gemacht mit Mike die über 30 Kilometer auf der sandigen und unebenen Piste
zu driven. Da die Hitze gegen Mittag wirklich unerträglich wurde, fuhren wir zurück auf den Campingplatz und verbrachten den Nachmittag im Schatten. Etwas Abkühlung im Meer durfte auch heute
nicht fehlen. Als es am Abend etwas kühler wurde, besuchten wir die Aussichtspunkte Red Bluff und Mashroom Rock. Die Strände hier sind einmal mehr atemberaubend! Morgen fahren wir weiter Richtung
Denham und Monkey Mia. Dort wollen wir ungefähr zwei Tage bleiben und hoffentlich möglichst viele Delfine sehen. Im Weiteren haben wir noch eine eher ungewöhnliche Tour gebucht, mehr will ich
noch nicht verraten…
Da es mit dem Wifi auf den Campingplätzen oftmals mühsam ist, gestaltet sich auch das Raufladen der Fotos als schwierig. Ich werde irgendwann hoffentlich eine bessere Verbindung erhalten und dann
einige Fotos nachliefern :)
6. Februar 2016:
Tag 8: Heute haben wir wieder so viel erlebt, dass ich echt überlegen muss, wo ich anfangen soll… Am morgen früh gings mit einem kleinen Propellerflugzeug zuerst 20 Minuten
hinaus aufs Meer und dann überflogen wir einige der Abrohlos Islands. Die unzähligen kleineren und grösseren Inseln sind vor allem bekannt für ihre Artenvielfalt auf und im Wasser. Ein weiteres
Highlight ist das Schiffswrack der Batavia, einer holländischen Galione, welche um 1629 auf den Inseln aufgelaufen ist. Das ist an sich nichts Besonderes, was sich auf den Inseln abspielte jedoch
schon. Die Überlebenden der Havarie strandeten auf den kleinen Inseln. Von dort aus machten sich der Kapitän und weitere 45 Männer auf nach Jakarta um Hilfe zu holen. Als sie ca. 2 Monate später
zurückkehrten, wurden in der Zwischenzeit 125 Männer, Frauen und Kinder von den eigenen Leuten ermordet. Als Grund für das Massaker wurde die Gier an den Schätzen (Waffen und Gold) der
Galione vermutet. Den Verbrechern wurden später die Hände abgehackt und sie wurden gehängt. Ende der Geschichte. Nun aber wieder zu etwas Schönem: Die Inseln sind besonders aus der Luft
atemberaubend schön und dank dem klaren Wasser kann man sogar einige Tigerhaie und Seelöwen entdecken. Nach einem kurzen Zwischenstopp auf den Wallabi Inseln ging es wieder zurück nach Geraldton.
Der zweistündige Flug war wiederum ein tolles Erlebnis, welches wir nicht missen möchten! Anschliessend ging es mit unserem treuen Gefährten Mike weiter Richtung Kalbarri. Unterwegs machten wir
Halt in Port Gregory und bestaunten dort den fast ausgetrockneten, aber tatsächlich pinken See (Pink Lake). Ein eindrückliches Erlebnis, wenn auch geruchlich nicht so der Hit (es stank nach
verendeten Tieren und prompt entdeckten wir auch solche oder was davon übrig geblieben ist…). Auf der Weiterreise nach Kalbarri machten wir bei einigen „Lookouts“ Halt, wie beispielsweise bei
Rock Island und Natural Bridge. Fotos von diesen Sehenswürdigkeiten findet ihr in der Galerie. In Kalbarri angekommen, ging es erstmals für eine Erfrischung ins Meer. Am Abend besuchten wir ein
Openair Kino und genossen den spannenden Film „Point Break“ unter dem eindrücklichen Sternenhimmel. Plötzlich erschien gar ein kleiner Feuerball am Himmel, direkt über der Leinwand, was für etwas
Aufregung sorgte. Nun machen wir es uns im Büssli gemütlich, da draussen auf dem Campingplatz kakerlakenähnliche Viecher umherlaufen und -fliegen. Igitt! Morgen besuchen wir den Kalbarri National
Park. Da dieser aufgrund Verwüstung durch Ziegen eine ganze Woche lang geschlossen bleibt (die Australier sind manchmal schon komisch wenn ihr mich fragt…), werden wir den Nationalpark nur morgen
erkundigen können. Aufgrund der Hitze und auch weil momentan nicht Saison ist, liess sich leider keine geführte Tour buchen und deshalb machen wir das auf eigene Faust. So oder so, wir werden
auch morgen bestimmt wieder viel erleben…
5. Februar 2016:
Tag 7: Heute war ausnahmsweise mal „chilling“ angesagt. Wir fuhren nur ein Stück weiter nördlich in die Stadt Geraldton. Nach einigen Einkäufen haben wir es uns am
bilderbuchähnlichen Strand gemütlich gemacht. Beim Lesen und Aussicht geniessen konnten wir die unglaublichen Erlebnisse der letzten Tage etwas verdauen und runterfahren. Ein Sprung ins
kühle Meer war genau richtig, um der Hitze ein wenig entgegen zu wirken. Für die nächsten Tage sind teilweise 40 Grad angesagt… Als es etwas kühler wurde, fuhren wir nochmals
zurück in die Stadt, um diese etwas auszukundschaften. Das HMAS Sydney II Memorial war beeindruckend. Morgen werden wir übrigens eine „Flyover Tour“ machen und so die Albrohols Islands
erkunden (mehr Infos dazu folgen morgen). Das wird bestimmt auch wieder ein einmaliges Erlebnis, wie bereits so vieles seit ich hier bin. West Australien gefällt mir unglaublich gut mit seiner
Farbenvielfalt, den für mich eher unbekannten Tieren, den endlosen Feldern, den äusserst freundlichen Menschen und all den wunderschönen Stränden. I guess, I’m already a big fan of that beautiful
country :)
4. Februar 2016:
Tag 6: Heute Morgen früh gings mit einem kleinen Motorboot ca. 4 km aufs Meer hinaus zu den Fisherman's Islands. Auf diesen Inseln leben ungefähr 50 Seelöwen in einem
Naturreservat. Zuerst wurden die kleinen und grossen Seelöwen aus einiger Distanz bewundert. Bei der anschliessenden Schnorcheltour schwammen plötzlich einige Seelöwen direkt neben und unter uns
durch. Während gut einer Stunde begleiteten sie uns und kamen immer näher, bis wir sie sogar berühren konnten. Die spontane Interaktion mit diesen eigentlich wilden Tieren war faszinierend und
diese einmalige Tour wird uns bestimmt noch ganz lange in Erinnerung bleiben! Gegen Mittag gings mit einigen Zwischenhalten in Leeman, Port Denison und Dongara weiter nach Greenough, einem
kleinen verschlafenen Fischerdörfchen. Die Temperatur ist nun mit 33 Grad nun übrigens deutlich gestiegen und langsam wird es eine heisse Angelegenheit ;) Wir fuhren weiter nach
Ellendale Pool, einem kleinen See mit beeindruckenden Felswänden dahinter. Da dies sehr abgelegen war und wir so ziemlich die einzigen dort waren, haben wir uns dann doch nicht getraut, die
Nacht auf dem Parkplatz zu verbringen. Also gings zurück nach Greenough auf den Campingplatz. Da wir heute soooo viel tolle Dinge erlebt haben und viele schöne Augenblicke festhalten
konnten, gibt es diesmal einige Fotos mehr als sonst. Wir haben übrigens extra für euch ein Überraschungsbild geschossen! Seht selbst, es ist das letzte in der obigen Galerie. Wir sagen nur
soviel: E rüüüüüdigi Fasnacht üch allne! :)
3. Februar 2016:
Tag 5: Was für ein Tag! Am Vormittag war das lang ersehnte Skydiven angesagt! Ganz unerwartet hat mich Meli dann doch begleitet und so haben wir spontan sogar noch ein Upgrade
auf 14‘000 foot gebucht (also fast 4.3 km und 60 Sekunden im freien Fall!). Ich sage euch, es war einfach UNGLAUBLICH! Oder wie man auf Englisch so schön sagt: BREATHTAKING! Wir hatten
riesengrossen Spass daran, wie man auf den Fotos erkennen kann ;) Anschliessend gabs ein wohlverdientes „cool Beer“ in einem Pub. Am Nachmittag fuhren wir mit Mike weiter nach Green Head. Auf
halber Strecke entdeckten wir eine ziemlich einsame und wunderschöne Bucht namens „Sandy Cape“. Trotz Wind gingen wir dieses Mal ins kühle Nass und prompt erspähten wir weiter draussen im Meer
Delfine. Ein toller Anblick! Leider hat es für kein Foto gereicht, das folgt aber ganz bestimmt noch. Nun sind wir auf dem Campingplatz in Green Head und freuen uns auf den Ausflug zu den
Seelöwen morgen! See u…
2. Februar 2016:
Tag 4: Neuer Tag, neues Glück. Und siehe da, bei der Einfahrt in den Nambung National Park hockte doch tatsächlich ein Känguru auf der Strasse. Yeah, finally! Die Pinnacles sind
übrigens der Wahnsinn - ihr findet oben einige Fotos davon. Leider ist es immer noch sehr "windy or even stormy" und wir haben dadurch noch nicht im türkisen Meer gebadet. Die Temperatur ist mit
25 Grad und viel Sonne aber sehr angenehm. Meli und ich unterhalten uns übrigens auf Denglisch, also ein Tag Schweizerdeutsch und am nächsten Englisch. Das führt bei einigen Mitreisenden (man
trifft sich jeweils auf dem nächsten Campingplatz wieder) zu Verwirrungen ;) Jetzt sind wir auf einem Campingplatz in Jurien Bay und geniessen den schönen Sonnenuntergang. Morgen ist bei mir
Skydiving angesagt - wuhuuuu! Fotos werden folgen...
Ah ja, vielleicht ist euch die kleine Ente auf einigen Bildern bereits aufgefallen. Es handelt sich hierbei um ein Projekt einer guten (Arbeits-)kollegin und ich habe die grosse Ehre, dass ich
dazugehören darf und einige Fotos und Blogs dann auf ihrer Website aufgeschaltet werden. Wenn ihr mehr darüber wissen wollt: www.journeywithduck.jimdo.ch. Reinschauen lohnt sich!
1. Februar 2016:
Tag 3: We are on the road! Heute morgen konnten wir nach zwei Stunden Wartezeit endlich unser Büssli beziehen. Mighty (von uns auch liebevoll Mike genannt) war mit seinen
rund 360'000 km schon viel unterwegs, ist aber noch rüstig und gut in Schuss :) Nach dem Einrichten und einer Fensterputz-Aktion sieht er nun ganz passabel aus und wir sind nun bereits einige
Stunden mit ihm durch die wunderschöne Gegend bis nach Cervantes gefahren. Wir mussten ziemlich mit dem starken Wind kämpfen. Für diese Strapazen gab ein feine Köttbullar beim
schwedischen Möbelriesen (Wer uns kennt weiss, dass wir IKEA lieben! Bitte kein Kommentar dazu ;)) Jetzt sind wir auf dem einladenden Campingplatz "Pinnacles on the Beach"
einquartiert. Der Strand hier ist mit dem weissen Sand wunderschön und lädt zum Spazieren ein. Morgen gehen wir zu den bekannten Pinnacles, den berühmten Sandsteinfelsen im Nambung National Park
und dann weiter nördlich Richtung Jurien Bay. Leider immer noch keine Kängurus oder Delfine gesehen, I'm gonna wait...
31. Januar 2016:
Tag 1: Der zweite Flug war mit 11 Stunden zwar sehr lange, aber dank etwas Schlaf und diversen Unterhaltungsmöglichkeiten verging die Zeit buchstäblich wie im Flug :) Meli und
Simon haben mich vom Flughafen abgeholt und wir sind zu seinen Eltern gefahren. Unterwegs konnte ich im Dunklen bereits einige Kängurus erkennen (Paps, leider noch kein Foto! Das folgt aber
sicher bald...). Nach diesem kurzen Besuch ging es nach Mandurah ins gemütliche Haus von Meli und Simon. Nach einem Drink und Knuddeln mit der kleinen Hundedame Daisy war Bettruhe angesagt.
Tag 2: Nach einer erholsamen Nacht und erstaunlich wenig Jetlag (das liegt vielleicht auch an meiner Einstellung darüber), gingen Meli und ich ins Shoppingcenter und haben uns
einige Dinge für die Reise besorgt. Am Nachmittag wurde der Stand und die Promenade erkundet. Trotz vielen Wolken und heftigem Wind war das Gefühl von "Meeresluft in der Nase zu haben" super.
Einige Fotos vom Flug, von Mandurah und auch von meinem kleinen Tagebuch (danke Claudia!) findet ihr in der Galerie. Morgen geht unser Trip los, we are ready! :)
29. Januar 2016:
Tag 0: Heute ist es endlich soweit - mein Tag 0! Vor meiner Abreise gab es noch viel zu erledigen, beruflich wie privat. Ausgerechnet zwei Tage vorher hat mich noch
eine fiese Magendarmgrippe heimgesucht! Zum Glück eine, die nach gut 24 Stunden auch schon wieder vorbei war. Wie immer wurde das Packen auf die letzte Minute verschoben, ihr kennt mich ja :)
Nachdem das zuhause vergessene Natel auch noch geholt wurde, brachte mich Beni doch noch pünktlich zum Flughafen und los ging die Reise. Jetzt habe ich bereits 6 Stunden Flug hinter mir und sitze
in einer Lounge des Flughafens Doha, Katar. Ausser etwas Schmerzen in den Beinen und mühsamen Reisegästen hinter mir war mein Flug angenehm. Die fast unbeschränkten Möglichkeiten im Flugzeug
(Wifi, live TV, Radio, Filme, Spiele etc.) faszinieren mich jetzt noch. Besonders die Flugüberwachung per Touchscreen hat es mir angetan. Weniger angetan war ich von der Tatsache, dass der Herr
hinter mir anscheinend nicht wusste, dass man ein Touchscreen nur leicht berühren und nicht abschlagen muss. Echt mühsam, wenn einem ständig jemand gegen den Kopf hämmert. Egal, ich habs
überlebt ;)
Da ich nun etwas (also eigentlich ziemlich viel) Zeit habe, möchte ich euch allen noch Danke sagen! Viele von euch haben mir eine gute Reise gewünscht, meinen Blog als interessant angesehen oder
mir gar etwas für die Reise mitgegeben. Da ich echt überwältigt war von den teils härzigen oder kreativen Ideen, findet ihr ein Foto mit einigen Geschenken in der Bildergalerie. Dort ist nun
übrigens auch eine Collage mit Impressionen der bisherigen Reise zu finden. Nun mache ich mich auf die Suche nach etwas Essbarem (hier ist es ja jetzt schon 20.00 Uhr, also +2 Stunden) und
dann suche ich mir einen gemütlichen Ort, um es mir bis zu meinem Weiterflug bequem zu machen. In diesem Sinne: Happy Friday!
5. Januar 2016:
Vorbereitung Teil 4: So, nun rückt meine Reise mit grossen Schritten näher! Melanie und Simon sind vor einigen Tagen ausgewandert, sprich in ihrer neuen Heimat Mandurah,
West Australia, angekommen. Der internationale Führerausweis ist bestellt, die Ausflüge bestätigt, die Dollar bestellt und die Kreditkartenlimite erhöht ;)) So langsam werde ich - ich muss
es wirklich zugeben - auch etwas nervös! Es muss noch an viel gedacht werden, einiges organisiert sein und vor allem darf nun nichts mehr schief gehen. Wird es aber nicht, das weiss ich. In
diesem Sinne: Australia, I'm coming soon... :)
16. November 2015:
Vorbereitung Teil 3: Es gibt tolle Neuigkeiten: Melanie hat ihr vorläufiges Visum erhalten und kann mich nun definitiv auf meiner Reise begleiten - JUHUUUUU! :)) Somit wird es
ein weiteres "Karin&Melanie-Abenteuer" geben! Momentan sind die diversen Ausflüge noch in Abklärung mit dem Reisebüro STA Travel. Schon bald werden auch diese gebucht. Zuviel sei an dieser
Stelle aber nicht verraten...
21. Oktober 2015:
Vorbereitung Teil 2: Ich bin bereits wieder grosse Schritte weitergekommen mit meiner Planung! Inzwischen war ich im Reisebüro (STA Travel in
Luzern) und habe diverse Vorschläge für Aktivitäten erhalten. Geplant sind beispielsweise ein Rundflug ab Geraldton, eine Tour durch den Kalbarri Nationalpark, ein Bootsausflug
im bekannten Delfin-Ressort Monkey Mia und diverse Schnorchelausflüge. Last but not least steht auch Skydiving auf meiner Wunschliste. Obwohl meine Familie und meine Arbeitsgspändli
regelrecht schockiert waren, freue ich mich wahnsinnig darauf! Und ja, es sind 20 Sekunden im freien Fall und es sind rund 2.5 Kilometer Höhe - ich könnte nicht begeisterter sein!! Echt
jetzt!
Im Weiteren habe ich mir heute einen Reiseführer gekauft (sorry zukünftiges Wichteli - darauf wollte und konnte ich nicht bis Weihnachten warten!) und stöbere nun
schon den ganzen Abend darin rum. Es hat tolle Informationen über meine geplanten Reiseziele und viele nützliche Tipps! Mel und Simon wären wohl stolz auf mich, so seriös wie ich mich vorbereite
;)
29. September 2015:
Vorbereitung Teil 1: Die Planung für meine einmonatige Australien-Reise läuft auf Hochtouren. Flüge und Büssli sind gebucht, das Reisebüro kümmert
sich momentan noch um mögliche Aktivitäten und Ausflüge unterwegs. Um meine Freunde und Familie und alle weiteren Interessierten auf dem Laufenden zu halten, habe ich diese Website ins Leben
gerufen. Bis Ende Januar halten sich die Einträge in Grenzen, ich muss das mit der Handhabung zuerst richtig in den Griff bekommen ;) Spätestens wenn mein Trip startet, möchte ich alle paar Tage
Einträge machen und euch an meinem Abenteuer teilhaben lassen. Ich wünsche bereits jetzt viel Spass beim Durchstöbern und freue mich auf Kommentare im Gästebuch.
Die Planung der Route...
...war gar nicht so einfach, wie ich mir das zu Beginn vorgestellt habe! Aber Dank der Hilfe von meinen Freunden Melanie und Simon stand die Route nach einigen Überarbeitungen fest. Simon ist in
Mandurah aufgewachsen und kennt die Region gut. Seine Tipps waren sehr hilfreich - thanks a lot!
Mehr Infos im Travel Diary...
für vor und während der reise...
Dieses tolle Retro-Schild habe ich heute bei einer Bummeltour in Luzern entdeckt und war begeistert! Obwohl ich leider nicht in einem VW-Büssli durch Australien reise, steht das Schild doch für
das kommende Abenteuer! Ausserdem steht der T1 auch für einen weiteren Traum, den mein Schatz Beni und ich haben. Das ist aber eine andere Geschichte...
Wie ihr seht, habe ich mir auch gleich einen Reiseführer zugelegt. Mehr Infos zum aktuellen Stand der Reiseplanung gibt es im Travel Diary...
Karin goes to Australia... in february 2016!
Die Geschichte dahinter...
Seit Kindheit schwirrt in meinem Kopf der Gedanke "Australien mit einem Büssli" entdecken herum. Wie es das Schicksal will, hat eine gute Freundin von mir ihren Traummann im Australier Simon
gefunden. Melanie und Simon werden Ende 2015 nach Australien auswandern. Diese Tatsache macht mich natürlich sehr traurig, verliere ich doch eine wichtige Person in meinem Leben. Halt, natürlich
nicht verlieren, sondern einfach ein bisschen weiter weg... Na ja, jedenfalls haben wir schon vor einigen Monaten darüber gesprochen, dass ich sie ja in Mandurah besuchen könnte. Ich war sofort
Feuer und Flamme! Mein Arbeitgeber gibt mir nun die einmalige Chance, einen Monat lang eine "Auszeit" zu nehmen und wo möchte ich diese lieber verbringen als im wunderschönen Australien? Während
meinem Trip werde ich nicht nur Simons Familie besser kennenlernen, sondern auch sehen, wie und wo Mel und Simon leben. Ich als "Reisefüdle" halte es nie lange an einem Ort aus, deshalb führt
mich meine Reise quer durch West Australia. Wir reden hier von rund 30 Tagen in einem mehr oder weniger luxurösen Büssli und seeeeeeeeehr vielen Kilometern! Falls Gott will, kann Mel mich sogar
begleiten und die sicherlich vielen unbeschreiblichen Augenblicke mit mir teilen. Toll wärs! Ansonsten werde ich die rund 4'750 km mit meinem Büssli bestreiten. So oder so: Ich freue mich
unglaublich darauf!